Was kostet Eizellen einfrieren wirklich? Ein transparenter Guide zu Preisen und Wert

Wenn der Gedanke an "Social Freezing" – das vorsorgliche Einfrieren von unbefruchteten Eizellen – konkreter wird, folgt meist sehr schnell der prüfende Blick auf die Finanzen. Es ist kein Geheimnis: Die Reproduktionsmedizin ist Hochtechnologie, und Qualität hat ihren Preis.

Viele Frauen zwischen 25 und 40 schrecken zunächst vor den Kosten zurück. Doch oft herrscht Unklarheit darüber, wie sich diese Preise zusammensetzen und welche Unterschiede es zwischen einer medizinischen Notwendigkeit und der reinen Lebensplanung gibt.

Bei der Eliva Clinic glauben wir, dass finanzielle Transparenz die Basis für Vertrauen ist. Deshalb schlüsseln wir in diesem Artikel detailliert auf, welche Investition auf Sie zukommt, warum die Kosten variieren können und warum das Eizellen einfrieren ökonomisch betrachtet oft sinnvoller ist, als eine spätere Kinderwunschbehandlung unter schwierigeren Bedingungen.


Zusammensetzung der Kosten: Wofür bezahlen Sie eigentlich?

Die Kosten für das Einfrieren von Eizellen in Deutschland richten sich in der Regel nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Das bedeutet, es gibt keinen pauschalen "Festpreis", sondern eine Abrechnung der tatsächlich erbrachten ärztlichen und labortechnischen Leistungen.

Ein Social-Freezing-Zyklus setzt sich aus drei großen Kostenblöcken zusammen:

1. Die ärztliche Behandlung und Überwachung

Dieser Teil deckt die medizinische Expertise und Sicherheit ab. Dazu gehören:

  • Beratung und Anamnese: Die ausführliche Planung Ihrer Behandlung.

  • Zyklusmonitoring: Während der Stimulationsphase müssen Sie mehrfach (meist 2-3 Mal) zum Ultraschall und zur Blutabnahme kommen. Wir prüfen, ob die Follikel gleichmäßig wachsen und passen die Hormondosis an.

  • Die Eizellentnahme (Punktion): Dies ist ein operativer Eingriff. Er beinhaltet die Kosten für den Operateur, das Assistenzpersonal, die Narkoseärztin oder den Narkosearzt sowie die Materialien für den Eingriff.

2. Das IVF-Labor und die Vitrifikation

Hier passiert die eigentliche "Magie". Die gewonnenen Eizellen werden im Labor sofort identifiziert, gereinigt und für das Einfrieren vorbereitet.

  • Vitrifikation: In der Eliva Clinic nutzen wir das modernste Verfahren des Schockfrierens. Dafür werden spezielle "Straws" (Röhrchen) und hochreine Medien benötigt. Dieser Prozess ist arbeitsintensiv und erfordert hochqualifizierte Biologen, da die Überlebensrate der Eizellen direkt von der Präzision dieser Arbeit abhängt.

3. Die Medikamente (Hormone)

Dies ist oft der variabelste Posten auf der Rechnung.

  • Jeder Körper ist anders. Eine 28-jährige Frau mit einem hohen AMH-Wert (hohe Eizellreserve) benötigt oft eine deutlich geringere Hormondosis als eine 38-jährige Frau mit niedrigerer Reserve.

  • Daher können die Medikamentenkosten zwischen ca. 800 € und 1.500 € schwanken. Diese kaufen Sie in der Regel direkt in der Apotheke.

Einmalige Kosten vs. Laufende Kosten

Es ist wichtig, zwischen der "Start-Investition" und den laufenden Kosten zu unterscheiden.

  • Der Behandlungszyklus: Für Stimulation, Entnahme und das Einfrieren (inkl. Laborkosten) müssen Sie in Deutschland grob mit 3.000 € bis 4.000 € (inkl. Medikamente) rechnen. Dies ist jedoch nur ein Richtwert.

  • Die Lagerung (Kryokonservierung): Sobald die Eizellen im Stickstofftank lagern, fallen Mietgebühren an. Diese decken die ständige Überwachung der Tanks, das Nachfüllen von Stickstoff und die Sicherheitssysteme ab. Meist liegen diese Kosten bei etwa 150 € bis 200 € pro halbem Jahr.

Experten-Tipp: Fragen Sie sich: Wie viele Eizellen möchte ich lagern? Manchmal ist ein zweiter Stimulationszyklus notwendig, um eine optimale Reserve (z.B. 15-20 Eizellen) aufzubauen. In diesem Fall fallen die Kosten für den Zyklus erneut an, die Lagerkosten bleiben jedoch meist gleich, da sie pro Tankplatz und nicht pro Eizelle berechnet werden.

Zahlt die Krankenkasse? Medical Freezing vs. Social Freezing

Dies ist eine der häufigsten Fragen in unseren Beratungsgesprächen. Die Antwort hängt stark vom "Warum" ab.

Wann die Kasse zahlt (Medical Freezing)

Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2021 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die Kosten für das Einfrieren von Eizellen, wenn eine "keimzellschädigende Therapie" ansteht.

  • Das betrifft vor allem Krebspatientinnen, die vor einer Chemotherapie stehen.

  • Wichtig: Dies gilt meist nur für Frauen bis zum vollendeten 40. Lebensjahr.

Wann Sie selbst zahlen (Social Freezing)

Erfolgt das Einfrieren aus Gründen der Lebensplanung (Karriere, fehlender Partner, Vorsorge), gilt dies als reine Privatleistung. Die gesetzlichen Kassen übernehmen hierfür keine Kosten.

  • Private Krankenversicherungen (PKV): Hier lohnt sich ein genauer Blick in den Vertrag oder eine direkte Anfrage. In Einzelfällen, etwa bei schwerer Endometriose oder drohender vorzeitiger Menopause (POF-Syndrom), zeigen sich manche private Versicherer kulant, auch wenn keine Chemotherapie ansteht. Eine Garantie gibt es jedoch nicht.

Eine ökonomische Perspektive: Ist es das Geld wert?

3.500 Euro klingen nach viel Geld. Doch man sollte diese Summe in Relation zu den Alternativen setzen.

Wenn Sie heute, sagen wir mit 32 Jahren, Eizellen einfrieren lassen, "konservieren" Sie die hohe Qualität dieser jungen Eizellen. Sollten Sie mit 42 Jahren versuchen, auf natürlichem Weg oder mittels IVF schwanger zu werden, sind die Statistiken leider gegen Sie:

  1. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Zyklus ist mit 42 drastisch geringer.

  2. Frauen benötigen in diesem Alter oft viele IVF-Versuche, um schwanger zu werden. Ein einziger IVF-Zyklus kostet als Selbstzahler oft ähnlich viel wie das Einfrieren.

  3. Das Risiko, Eizellspenden aus dem Ausland in Anspruch nehmen zu müssen (was sehr teuer und ethisch komplex ist), steigt.

Fazit: Social Freezing ist finanziell gesehen eine Vorleistung, die Ihnen später teure und nervenaufreibende Behandlungen ersparen kann. Sie kaufen sich damit die biologische Chance einer 32-Jährigen, auch wenn Sie diese erst mit 40 nutzen.


Finanzierungsmöglichkeiten bei der Eliva Clinic

Wir wissen, dass eine solche Summe nicht immer sofort verfügbar ist. Dennoch sollte der Wunsch nach Fruchtbarkeitserhalt nicht am Bankkonto scheitern.

Sprechen Sie uns im Erstgespräch offen darauf an. Viele medizinische Abrechnungsstellen, mit denen Ärzte zusammenarbeiten, bieten Ratenzahlungsmodelle an. So können Sie die Behandlungskosten oft bequem über 6, 12 oder 24 Monate strecken.

Zudem ist es ratsam, frühzeitig Rücklagen zu bilden, wenn der Gedanke an das Einfrieren von Eizellen aufkommt.

Häufige Fragen zu den Kosten (FAQs)

Sind die Kosten für Social Freezing steuerlich absetzbar?

Das kommt auf den Einzelfall an. Wenn eine medizinische Indikation vorliegt (z.B. Endometriose, eingeschränkte Fruchtbarkeit), die aber nicht für die Kassenübernahme reicht, können die Kosten unter Umständen als "außergewöhnliche Belastungen" in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Ein Gespräch mit Ihrem Steuerberater ist hier sehr empfehlenswert.

Was passiert mit den Lagerkosten, wenn ich die Eizellen nicht mehr brauche?

Der Lagervertrag kann in der Regel jederzeit (unter Einhaltung einer kurzen Frist) gekündigt werden. Wenn Sie auf natürlichem Wege schwanger geworden sind oder den Kinderwunsch abgeschlossen haben, können Sie die Eizellen verwerfen lassen. Ab diesem Zeitpunkt fallen keine weiteren Lagerkosten an.

Kommen versteckte Kosten auf mich zu?

Bei der Eliva Clinic erhalten Sie vorab einen detaillierten Heil- und Kostenplan. Variable Kosten sind lediglich die Medikamente (Apothekenpreise) und eventuell notwendige Zusatzuntersuchungen (z.B. spezielle Blutwerte), falls während der Behandlung Unregelmäßigkeiten auftreten. Wir kommunizieren jede Kostennote transparent, bevor sie entsteht.

Kostet das Auftauen und die Befruchtung später extra?

Ja. Das Social Freezing deckt nur die Entnahme und Lagerung ab. Wenn Sie die Eizellen Jahre später nutzen möchten, fallen Kosten für das Auftauen, die Befruchtung (ICSI-Methode) und den Transfer des Embryos in die Gebärmutter an. Diese Kosten entstehen aber erst dann, wenn Sie sich aktiv für das Kind entscheiden.

Fazit: Transparenz schafft Sicherheit

Die Kosten für das Eizellen einfrieren sind eine Investition in Ihre eigene Zukunft und Unabhängigkeit. Es ist Geld, das Ihnen die Freiheit erkauft, den richtigen Partner oder den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, ohne von der biologischen Uhr unter Druck gesetzt zu werden.

Lassen Sie sich von den Zahlen nicht abschrecken, sondern informieren Sie sich konkret. Jeder Körper und jeder Behandlungsplan ist individuell.

Wollen Sie Ihren persönlichen Kostenplan erhalten?

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch in der Eliva Clinic. Wir prüfen Ihre Voraussetzungen (AMH-Wert, Ultraschall) und erstellen Ihnen eine transparente Kalkulation, die genau auf Ihre Situation zugeschnitten ist.


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